Freitag, 16. März 2018, 19 Uhr

Dag und Düster

Balladen und Bänkelgesang
mit dem Daun Ensemble
Rafael Daun (Gesang, Cornemuse Béchonnet, Northumbrian Smallpipes, Cister)
Tom Daun (Keltische und Böhmische Harfe, Arpa Paraguaya)
David Leahy (Kontrabass)

Eintritt: 12 / 8 EUR



Daun Ensemble

Zwischen „Dag und Düster“ liegt die Dämmerung. Das Licht verblasst, die Schatten werden länger, leise breitet die Nacht ihren Schleier aus. Konturen verschwimmen, Kontraste heben sich auf, Grenzen werden fließend. Magische Momente der Mehrdeutigkeit.

Die Grenze zwischen gestern und heute wird fließend. Das Daun Ensemble bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Alter Musik, Folk und Improvisation: traditionelle Melodien in zeitgenössischem Arrangement, neue Kompositionen für „alte“ Instrumente, verspielt und augenzwinkernd, magisch und mehrdeutig.

Musik zwischen „Dag und Düster“: sanfte Harfentöne, derbe Dudelsack-Klänge, ein tanzender Kontrabass, Improvisationen über historische Melodien, Elemente aus französischem Bal Folk und deutschem Barock, skurrile Texte über Hexen und Hamlet.



Daun Ensemble

Als musikalische Quellen dienen Liedsammlungen und Tanzbücher zwischen Renaissance und Romantik. Besonders ergiebig die Notenblätter des Johann Dietrich Dahlhoff, der im 18. Jahrhundert als Küster, Kantor und Totengräber in der westfälischen Gemeinde Dinker (Kreis Soest) wirkte. Auf über 1400 Seiten zeichnete der fleißige Musikant Tanzmelodien seiner Zeit auf: dörfliche Gebrauchsmusik mit stilistischen Einflüssen aus barocker Kunst und Volkstradition. Einige Melodien der Sammlung benutzt das Ensemble, um Gedichte von Dahlhoffs Zeitgenossen Ludwig Hölty zu vertonen.